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Erwartungen an Psychoonkologen

Der Psychoonkologe kann eine gute Hilfe für den Bewältigungsprozess sein. Die Erwartungen an ihn sind jedoch ganz unterschiedlich.

Tatjana Loose hat die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten. Zuversicht, Zulassen, Vertrauen & Akzeptanz geben ihr immer wieder Kraft.

Porträt Tatjana Loose

Erwartungen an Psychoonkologen

Tatjana Loose sagt:

Ich habe ja nicht geglaubt an einen Psychologen und dass der mir helfen kann. Und dann bekam ich diese junge, 30-jährige, blonde Frau zu sehen. Und die sollte jetzt auf einmal mein Problem lösen. „Ne, das kann die nicht, die weiß nichts über meine Krankheit, die ist noch so jung. Die ist gerade vom Studium zurück oder so. Die kann mir nicht helfen.“ Gott sei Dank hatte ich den Krankenhauspsychologen, den Herrn Krebs, noch, der dann sagte: „Vertraue doch einfach anderen Menschen. Vertraue dem Psychologen. Das ist sein Job, dass der dir hilft. Der muss nichts wissen, was dir abgeschnitten wurde. Der muss nichts über deine körperlichen Versehrtheiten wissen. Der muss dir einfach nur wieder zurück ins Leben verhelfen. Und das hat der gelernt, das kann der.“ Schwierige Sache, zu vertrauen, ist aber machbar. Ist schon wirklich gut, gerade wenn man so unter Todesängsten leidet, jemand, der einem nicht so nah ist, der weit weg ist. Der ist ja nicht so dicht an meiner Selbst dran, der gehört nicht zu meiner Familie, nicht zu meinen Freunden, der kann auch ganz weit weg sein. Natürlich muss ich Vertrauen zu dem haben, aber ich kann mich umdrehen, er kann sich umdrehen und ich habe meinen Schmerz bei ihm abgeladen.

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