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Erfahrungen mit Rehabilitation

Was hilft beim Gesundwerden? Was ist ein möglicher Weg, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu kommen? Rehabilitationsmaßnahmen können Unterstützung bieten.

Tatjana Loose hat die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten. Zuversicht, Zulassen, Vertrauen & Akzeptanz geben ihr immer wieder Kraft.

Porträt Tatjana Loose

Erfahrungen mit Rehabilitation

Tatjana Loose sagt:

Über meine Reha kann ich nur Gutes sagen. Ich muss aber auch sagen, ich war im November an der Ostsee, am Wasser, die Wellen kamen mit Macht, der Wind pustete mir die schlechten Gedanken fort, die Möwen gaben mir ihr Flugschauspiel. Man muss nicht viel tun, man kann einfach nur sein. Und das tut mir immer noch gut. Also an der Reha lernt man unter medizinischer Begleitung: Welche Sportarten kann ich machen? Was kann ich mir überhaupt zutrauen? Kann ich ins Wasser gehen mit der großen Wunde eigentlich schon? Welche Ernährung, ja, Ernährungsberatung hat man da eben auch. Welche Tipps geben die einem noch, von der Psychologie auch? Also wir hatten da tolle Anwendungen, wir hatten zum Beispiel in der Physiotherapie, durch die Chemotherapie haben wir Nervenprobleme, das kribbelt, das tut weh, du kannst nichts greifen, weil du kein Gefühl hast, Taubheitsgefühl. Und dort haben wir zum Beispiel mit Honig uns die Hände gerieben, also eingeschmiert, der Honig wird ganz fest und steigert die Durchblutung. Also das klebt, Honig klebt irgendwann mal und ist ein irres Gefühl. Oder ein Zucker-Öl-Peeling. Du cremst dir deine Haut ein und durch diese Zuckerstückchen wird die Durchblutung angeregt. Oder eine elektrische Zahnbürste, die kannst du mit oder ohne Kopf einfach über deine Hände oder über die Füße, also alles, was für die Hände, ist auch für die Füße. Hältst du einfach drüber und du hast diese Vibration. Und du spürst auf einmal, du spürst es. Für mich war es gut, weil ich hatte das Ziel, mehr über mich zu erfahren. Also: Was kann ich denn machen und welche Tipps gibt es denn? Und dann kam die Ostsee noch dazu, die mir wirklich sehr gut tat. Mich konnte keiner besuchen, weil ich war eben ganz weit weg in Schönhagen, JWD, da wo sich Möwe und Robbe „Gute Nacht“ sagen. Da konnte mich auch nicht so einfach jemand besuchen, weil die Fahrtzeit sind vier Stunden und übers Wochenende mal schnell. Ich habe es genossen, für mich zu sein.

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