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Die Initiative

German Cancer Survivors (GCS) ist Deutschlands erstes videobasiertes Informationsangebot für Krebspatienten und deren Umfeld, welches in Kooperation mit der Deutschen Krebsstiftung (DKS) im Rahmen des Deutschen Krebskongresses 2018 veröffentlicht wurde.

Inhaltlich fokussiert die Plattform dabei auf Alltagsfragen und nicht-medizinische Inhalte, mit denen sich die meisten Krebspatienten sowie deren Umfeld (unabhängig von der Krebsart) bei erhaltener Diagnose, sowie während und nach der Therapie konfrontiert sehen.

Die eigenständig handelnde Initiative wird dabei auf fachlicher Ebene durch die Experten der Deutschen Krebsstiftung beraten und erhält finanzielle Starthilfe unter anderem durch die beiden Gründungssponsoren Takeda und Abbvie.

Wie alles begann

Ausgangspunkt der Initiative ist die von der Deutschen Krebsstiftung (DKS) in Auftrag gegebene YouTube-Filmreihe „Cancer Survivors – Ein Gespräch im roten Sessel“. Die publizierten Beispiele der „Cancer Survivors“ erzielten in kurzer Zeit eine überraschend starke Beachtung und lieferten einen hohen Mehrwert für Krebsdiagnostizierte und deren Angehörige. Da die Resonanz so positiv, anerkennend und bekräftigend war, entschied sich die Deutsche Krebsstiftung dazu – zusammen mit Jörn Kamphuis, Stephan Pregizer & Sebastian Röder –  die „Initiative German Cancer Survivors“ ins Leben zu rufen.

Um den kontinuierlichen Ausbau einer Mediathek und die Verbreitung von wichtigen und alltagsrelavanten Informationen und Inhalten rund ums Thema „Leben mit und nach Krebs“ sicherzustellen, entschied sich die DKS dazu, den Aufbau des Projekts an eine eigenständige Einheit zu übergeben.

Videobeitrag zum offiziellen Start beim Deutschen Krebskongress 2018

 

Die Vision

Geteilte Erfahrungen:
Der Grundstein für neue Sichtweisen und den Blick zurück ins Leben

Jedes Jahr erkranken ca. 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs*. Viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Gesichtern. Die Initiative der German Cancer Survivors zeigt diese Gesichter und die Geschichten dahinter – auf sehr bewegende, empathische und menschliche Weise.
(*Quelle: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums)

In speziellen Interview- und Reportage-Formaten geben unterschiedliche Protagonisten einen Einblick in ihre ganz persönliche Gedanken- und Erfahrungswelt zu einem Leben mit einer Krebserkrankung. Sie berichten von den Schwierigkeiten und Tiefpunkten, aber auch von den kleinen Siegen im Alltag. Die in diesen Geschichten transportierten Erfahrungswerte ermöglichen dem Zuschauer neue Sichtweisen einzunehmen sowie Referenzwerte aufzubauen, um so den Blick schnellstmöglich – weg vom Tumor – zurück ins Leben richten zu können.

Damit Neuerkrankte nicht ausgegrenzt werden, sondern schnellstmöglich wieder das Gefühl der Zugehörigkeit empfinden, helfen Beispiele und Lebenserfahrung anderer Krebspatienten. Gleichzeitig ermöglichen Geschichten, wie sie über die neue Plattform der „German Cancer Survivors“ veröffentlicht werden, aktiv und positiver nach vorne zu blicken. Darum freuen wir uns über die Akzeptanz und die Unterstützung, die die Initiative erfährt.“
Prof. Dr. Michael Bamberg,
Vorstandsvorsitzender Deutsche Krebsstiftung

Das vermeintlich Unaussprechliche aussprechen

Krebs ist längst zu einer Volkskrankheit geworden und gehört mit seiner häufigen Verbreitung zu den wichtigen gesellschaftlichen Themen im Jahr 2018. Gleichzeitig lassen sich aber nach wie vor Stigmatisierungen, Ausgrenzungen und Sprachlosigkeit beobachten. Diesen Widerspruch aufzulösen hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt: „Gemeinsam der der Diagnose Krebs mehr Menschlichkeit geben“ .

Deshalb wird es als wichtiger und langfristiger Arbeitsbestandteil angesehen, auch vermeintlich unaussprechliche Thematiken aufzugreifen, um so Stück für Stück das Tabu abzubauen, dass nach wie vor mit der Auseinandersetzung von Patienten, Angehörigen, Kollegen und der Gesellschaft mit der Diagnose Krebs verbunden ist.

 

Die Mission

Die Digitalisierung als Chance begreifen

In ganz Deutschland verteilt, arbeiten unzählige Selbsthilfegruppen, Organisationen und Institutionen daran, das Leben mit der Erkrankung bestmöglich zu gestalten.

Allerdings sind viele der vor Ort generierten Erfahrungen und wertvollen Informationen, trotz deutschlandweiter Relevanz, nicht überall zugänglich. Deshalb ist es das Ziel von GCS, die digitale Verbreitung der vorhandenen und Mehrwert liefernden Informationen zu unterstützen und voran zu treiben.

Gleichzeitig soll und kann das Angebot der GCS aber nicht das persönliche Gespräch in einer psychoonkologischen Beratungsstunde oder eines Gruppentreffens innerhalb einer Selbsthilfegruppe ersetzen; vielmehr soll es darum gehen, einen neuen ergänzenden Zugangspunkt zu schaffen, der 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche geöffnet hat und die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters bestmöglich nutzt.

„Unabhängig von der Art der Krebserkrankung ist es wichtig, dass wir organisationsübergreifend denken und handeln. Das Dach der „German Cancer Survivors“ gibt nicht nur eine Identifikationsidee, sondern fördert auch das Bewusstsein dafür, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Die digitale Plattform wird hierzu neue Wege und Möglichkeiten eröffnen, die der Zeit entsprechen. Die Unterstützung zeigt, dass das Thema für die unterschiedlichsten Interessengruppen eine hohe Relevanz besitzt.“
Prof. Dr. Jürgen F. Riemann,
Kuratoriumsvorsitzender Deutsche Krebsstiftung

Entsprechend sollen in Zukunft, neben weiteren Videoinhalten, auch zusätzliche digitale Angebote wie weiterführende Texte, Pod-Casts, Webinare, Ausfüllhilfen für Anträge und interaktive Informationskarten Schritt für Schritt auf der Plattform zur Verfügung gestellt werden.

Die Initiatoren

Jörn Kamphuis (30)

Jörn ist der eher rationale Part des Teams. Seine Startup- und Internetaffinität fördert dabei den Aufbau einer nutzerzentrierten Plattform. Er arbeitet als Innovationscoach und Organisationsentwickler bei „Dark Horse Innovation“ und liefert den Zugang zur Berliner Digital- und Innovations-Szene. Er ist studierter Sportökonom und wurde 2013 zum Mister Germany gewählt.

Kontakt: joern-kamphuis@german-cancer-survivors.de

 

Stephan Pregizer (59)

„Die Initiative der German Cancer Survivors (GCS) ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich habe viele mir liebe Menschen aus meinem direkten Umfeld an Krebs verloren: Mutter, Schwager, Onkel, enge Freunde, aber auch Kollegen und Geschäftspartner. Meine Intention und meinen ungebrochenen Antrieb für GCS beschreibe ich wie folgt: Die Diagnose „Sie haben Krebs!“ schlägt wie ein Blitz in das bisher so unbekümmerte, sorgenfreie und heitere Leben ein. Es stellt eine massive emotionale Überforderung für Betroffene und deren Angehörigen dar. Es ist wichtig, sich in solchen Situationen nicht abstrakter Beispiele bedienen zu müssen. Mit unseren Videos und dem ergänzenden Angebot, wollen wir Mut machen – nach dem Schock der Diagnose – sich dem Leben wieder anzuvertrauen zu können. Mein zu tiefst empfundener Respekt gilt allen Menschen, die uns immer wieder zeigen, welche unglaubliche Kraft und unvorstellbare Leistung von einer existenziellen Krise, einem Bruch bzw. einem durch Krankheit bedingten Wendepunkt im Leben ausgehen kann.“

Stephans Erfahrungen ermöglichen einen emotionalen Zugang zur Thematik und Zielgruppe. Er ist bestens vernetzt und arbeitet als Business-Moderator mit den Schwerpunkten Gesundheit, Wirtschaft & Arbeit, Innovation- und Gesellschaftspolitik. Er hat vielschichtige Erfahrungen in Onkologie, Diabetes, Urologie, Inklusion, Logopädie. Sein Hintergrund liegt in der Projektplanung und -durchführung sowie im Kommunikationsmanagement.

Kontakt: stephan-pregizer@german-cancer-survivors.de

 

Sebastian Röder (41)

„Bereits in jungem Jahren bin ich im Familienkreis mit dem Thema Krebs in Berührung gekommen. Damals konnte ich die Bedeutung dessen, was passierte, noch gar nicht richtig einordnen. Heute ist das anders: Schon bei der Auseinandersetzung mit dem Thema während der ersten Dreharbeiten fühlte ich mich an die Zeit in meiner Jugend zurückerinnert. Mit jedem neuen Interview eines Cancer Survivors verstand ich mehr und mehr auch meine eigene Vergangenheit. Deswegen bin ich überzeigt davon, dass die Initiative German Cancer Survivors nicht nur den Betroffenen selbst helfen kann, sondern auch Angehörigen ein guter Baustein für das Verständnis der Situation ist.“

Sebastian repräsentiert den visuellen und darstellenden Teil des Teams. Durch ihn werden die Inhalte überhaupt erst sichtbar und erreichen den Nutzer. Er ist selbständiger Video-Produzent mit der Spezialisierung auf Reportagen, PR und Image-Filmproduktionen. Die und seine jahrelange Erfahrung in der Fernsehbranche in den Bereichen Nachrichten, Live-Übertragungen und Dokumentationen kommt der Initiative German Cancer Survivors zugute.

Kontakt: sebastian-roeder@german-cancer-survivors.de