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Gedanken nach der Diagnose

Eine genaue Empfehlung für den Umgang mit der Diagnose gibt es sicherlich nicht. Aber die Erfahrungen können für andere sehr hilfreich sein.

Die Ärztin Monika Cramer wurde selbst zur Patientin, als sie die Diagnose Blutkrebs erhielt.

Porträt Monika Cramer

Gedanken nach der Diagnose

Monika Cramer sagt:

Was mir persönlich jetzt nicht so gut getan hat, ist so dieses: „Ah, Monika, du bist so stark, du schaffst das. Du schaffst das. Ich weiß, du schaffst das.“ Und da habe ich mir gedacht: „Woher willst du wissen, ob ich das schaffe?“ Und ob ich stark bin oder nicht, mhm (nachdenklich), klar, vielleicht wirke ich stark, aber ob ich das so richtig so bin, mhm (nachdenklich)? Also das fand ich ein bisschen so, natürlich weiß ich, dass das gut gemeint ist und dass das auch eine Art ist, damit umzugehen, aber mich hat das so ein bisschen so fühlen lassen, als wäre meine Krankheit gar nicht so schlimm, wie sie ist. Und die ist schlimm. Und ob ich das schaffe oder nicht, ehrlich, das kann kein Freund, keine Freundin, kann das wissen. Kein Bekannter kann das wissen, ob ich das schaffe. Ich weiß das ja selber nicht, ob ich das schaffe. Das fand ich irgendwie nicht so toll.

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