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Das Wort „Krebs“ aussprechen

Manche Menschen bringen nicht über die Lippen: Ich habe Krebs, anderen Betroffenen wiederum fällt es leichter, diesen neuen Zustand des eigenen Körpers anzuerkennen.

Trotz Gebärmutterhalskrebs konnte Sabrina Scherbarth eine Tochter zur Welt bringen. Das ist ihre größte Kraftquelle.

Porträt Sabrina Scherbarth

Das Wort „Krebs“ aussprechen

Sabrina Scherbarth sagt:

Ich bin schon immer sehr offen mit Problemen umgegangen und ich habe es ausgesprochen: „Ich habe Krebs.“ Es ist sehr schwer, es dem Menschen, den mal liebt, zu sagen, weil man ihn mit ins Leid stürzt, ihm zu sagen: „Ich habe wieder Krebs“, zerstört auch beim anderen alles an Zukunftswünschen, Ideen, Planungen. Es reißt alle mit nach unten. Aber ich habe das klar kommuniziert und im nächsten Satz gesagt: „Wir werden das schon schaffen.“ Viele haben Themen und Probleme in ihrem Leben, es ist ja nicht so, dass wenn man keinen Krebs hat, ein glückliches Leben hat. Das Glück ist ja ein ganz fragiler Moment. Andere können nicht mehr joggen, weil sie kaputte Knie haben. Der andere hat gerade einen Trennung hinter sich. Und ich versuche in Gesprächen mit meinen Freunden klarzumachen, dass jeder Themen hat, die ihn beschäftigen, die ihn fordern im Leben. Und so nehme ich auch das Thema Krebs an, als ein Teil von mir, der bei anderen vielleicht eben eine andere Erkrankung ist oder ein Jobverlust oder Ähnliches.

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