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Gedanken nach der Diagnose

Eine genaue Empfehlung für den Umgang mit der Diagnose gibt es sicherlich nicht. Aber die Erfahrungen können für andere sehr hilfreich sein.

Barbara Baysal erlebte immer wieder Höhen und Tiefen während ihrer Erkrankung. Der Lungenkrebs war ein Wendepunkt in ihrem Leben, und es gelang ihr, sich dem Leben wieder anzuvertrauen.

Porträt Barbara Baysal

Gedanken nach der Diagnose

Barbara Baysal sagt:

Man kann die Vergangenheit nicht verändern, man kann die Zukunft verändern. Und dieses sich Schuld-Geben, wofür soll man schuldig sein? Man versucht immer irgendwas zu finden, wo man sagt: „Das habe ich gemacht und das hat den Krebs ausgelöst“, weil man dann jemand hat, den man anklagen kann. Was auch immer das ist, ob es das ist, nicht Sport gemacht zu haben oder zu viel gegessen zu haben, zu viel geraucht zu haben, zu viel geredet zu haben oder was auch immer, dann habe ich was und sage: „Das war schuld.“ Aber es ändert an der Tatsache nichts. Deswegen ist das eigentlich fatal, sich da ein Schuldbewusstsein aufzubauen oder auch sich einreden zu lassen. Man kann es nicht ändern. Also ich habe mich auf die Erkrankung in dem Sinne eingelassen, dass ich mich damit viel beschäftige. Und für mich muss vieles greifbar sein. Das war nicht greifbar, also habe ich mir versucht, so viele Informationen zu beschaffen, wie möglich waren. Habe dann natürlich auch Informationen gesammelt, die nicht gerade sehr hilfreich sind für so eine Erkrankung, aber auf der anderen Seite vielleicht für andere wichtig sind. Und ich bin ein sehr neugieriger Mensch, ich muss den Sachen immer auf den Grund gehen, vergesse zwar immer vieles, aber ich weiß dann, irgendwo habe ich es gelesen oder gehört, und dann krame ich irgendwo in meiner vollen Festplatte rum und finde dann wieder irgendwas. Und das macht vieles leichter.

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